Heimspiel auswärts: 450 RASTA-Fans sehen 72:91-Pleite in Braunschweig

10.02.2014 13:07
Hunderte Fans aus Vechta begleiteten Beko Basketball-Bundesligist RASTA Vechta nach Braunschweig zu den New Yorker Phantoms. Und diese durften nach gutem Beginn ihres Teams auch von einem Auswärtssieg träumen. Doch einmal mehr ein Einbruch im dritten Viertel machte alle Hoffnungen auf einen Erfolg zunichte.

Es waren nicht nur fünf Starter für RASTA Vechta, die es in der Volkswagenhalle mit den New Yorker Phantoms aufnahmen. Auch 450 Fans aus dem Oldenburger Münsterland hatten sich auf den Weg nach Ost-Niedersachsen gemacht und sorgten im weitläufigen Rund der Arena für Heimspielatmosphäre. Patrick Elzie schickte Dirk Mädrich, Jacob Doerksen, den von einer Knieverletzung wiedergenesenen Rashad Bishop, sowei AJ Rudowitz und Richie Williams auf die Platte. Max Weber (Achillessehnenreizung) und Dylan Talley (nicht berücksichtigt) waren nicht mit von der Partie. In der vierten Minute eroberte sich RASTA Vechta seine erste Vier-Punkte-Führung, Jacob Doerksen traf per Korbleger nach tollem Zuspiel von Richie Williams (11:7). Nach gut fünf gespielten Minuten erhöhte der mittlerweile für Dirk Mädrich eingewechselte Isaac Butts für die Gäste auf 15:7. Raoul Korner, Trainer der New Yorker Phantoms, bat zu einer ersten Besprechung an die Bande. Zu diesem Mittel sah sich wenig später auch Patrick Elzie gezwungen, als seine Mannschaft vier einfache Punkte in Serie kassierte und einen komfortablen Neun-Punkte-Vorsprung schmelzen ließ (18:13, 7. Minute). Braunschweig kam durch einen Dreier von Robert Kulawick noch näher ran. Dann aber bereitete Richie Williams dem Lauf der New Yorker Phantoms mit fünf Punkten in Folge ein Ende - 23:16 für RASTA. Eine mögliche Zehn-Punkte-Führung vergab Daniel Krause, als er seinen Dreier auf den Ring setzte. Nach zehn Minuten nahm RASTA Vechta immerhin noch ein 26:21 mit in die erste Pause.

Ein heftiges Raunen ging durch die Reihen der Vechtaer Fans, als Dirk Mädrich an alter Wirkungsstätte zunächst einen Airball von jenseits der 6,75 Meter warf und der Ball anschließend von Brandon Bowman spektakulär „verstopft“ wurde. RASTA machte sich das Leben selber schwer und hatte seinen Vorsprung in der 13. Minute fast verspielt (25:27). Von seinem zuvor fabrizierten Missgeschick schien dann Brandon Bowman angestachelt. Mit einem krachenden Dunking markierte der US-Amerikaner das 31:25, sorgte für Riesenjubel beim RASTA-Anhang. Und dieser wurde noch größer. Jacob Doerksen erhöhte für die Gäste auf 35:25 (15. Minute) – die kurze Schwächephase schien überwunden, Raoul Korner nahm die nächste Auszeit. Bis zu diesem Zeitpunkt auffällig: Braunschweigs Top-Scorer Isaiah Swann bekam überhaupt kein Bein auf die Erde. Erst in der 17. Minute erzielte der 28-jährige seine ersten Punkte – von der Freiwurflinie. Die „Kaltstellung“ Swanns reichte jedoch nicht, um zur Halbzeit vorentscheidend in Führung zu gehen. Braunschweig fand dank RASTAs jetzt aufkommender Abschlussschwäche immer besser ins Spiel. Der überragende James Florence stellte Sekunden vor der Halbzeitsirene das 42:43 aus Sicht der Hausherren her. Dass die Mannschaft von Patrick Elzie nicht wesentlich höher führte, hatte sie sich in erster Linie selbst zuzuschreiben. Zu der schwachen Ausbeute bei den Dreiern (2/9) gesellte sich eine – mal wieder – nicht erstligareife Freiwurfquote (5/11).

Zwölf Sekunden nach Wiederbeginn hatten die New Yorker Phantoms sich ihre erste Führung seit dem 2:0 erobert. Isaiah Swann erhöhte wenige Sekunden später mit seinem zweiten Dreier auf 48:43, Doornekamp legte noch zwei Punkte nach. Braunschweig war nun drauf und dran, die Partie zu drehen. Das lag vor allem an Isaiah Swann. Der Shooting Guard, der sich in der ersten Halbzeit noch sehr zurückgehalten hatte, drehte nun richtig auf, führte sein Team mit zwölf Punkten im dritten Viertel zu einer 59:47-Führung (26. Minute). Patrick Elzie nahm eine Auszeit, um sein Team wieder in die Spur zu hieven. Doch es nützte nichts. RASTA war völlig von der Rolle, leistete sich einen Ballverlust nach dem nächsten und lag 2:28 Minuten vor Ende des dritten Viertels mit 19 Punkten hinten (47:65). Der eigentliche Schock dieses desaströsen Viertels ereilte RASTA-Trainer Patrick Elzie und die Fans jedoch in der 29. Minute: Richie Williams, Vechtas Denker und Lenker, verletzte sich beim Ballvortrag am Knie und musste aus dem Spiel. Der 51:71-Rückstand zur Pause verkam da schon beinahe zur Randnotiz.

Aufatmen dann zu Beginn des Schlussabschnitts: Williams stand wieder auf der Platte und zeigte keine Anzeichen einer schwerwiegenden Verletzung. Eine schwere Niederlage zeichnete sich aber in den folgenden Minuten ab. Die New Yorker Phantoms verwalteten ihren großen Vorsprung nicht nur, sondern bauten diesen weiter aus. In der 35. Minute führten die Mannen von Raoul Korner bereits mit 84:59. Natürlich war die Partie entschieden und es ging nur noch um die Frage, wie hoch die Niederlage für den Beko BBL-Neuling ausfallen würde. In der „garbage time“ gewährte Patrick Elzie dann noch den sonst nur selten eingesetzten Oliver Mackeldanz und Axel Jarchow Minuten auf dem Parkett der Volkswagenhalle. Richie Williams hatte mittlerweile wieder auf der Bank Platz genommen und saß dort mit einem Eisbeutel um sein Knie gewickelt die letzten Minuten dieser Partie ab. Die endete schließlich mit 72:91 aus Sicht von RASTA Vechta. Immerhin hatten die Südoldenburger es geschafft, im vierten Viertel ihr Gesicht zu wahren und nach einem vorentscheidenden Einbruch im dritten Spielabschnitt nicht vollends aus der Volkswagenhalle geschossen zu werden.

Beko Basketball Bundesliga 2013/2014 – 20. Spieltag

New Yorker Phantoms Braunschweig – RASTA Vechta 91:72 (21:26 /21:17 / 29:8 /20:21)

Zuschauer: 4.140 in der Volkswagenhalle

Statistik: www.beko-bbl.de

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