81:75 gegen ALBA BERLIN: Danke, Jungs!

18.02.2014 11:21
Es war einer dieser Abende: Eine mit 3.145 Zuschauern ausverkaufte ENERVIE Arena, live zu sehen bei SPORT1, ein Duell mit einem der ganz Großen und das mit ausgesprochen angespannter Personallage: Phoenix Hagen schaffte in der Beko BBL den kaum für möglich gehaltenen Kraftakt und besiegte ALBA BERLIN mit 81:75 (38:30). Larry Gordon überragte mit 31 Punkten.

Phoenix musste auf Dino Gregory (Trauerfall in der Familie), Nikita Khartchenkov (Virus) und Fabian Bleck (spielte für Iserlohn) verzichten. Niklas Geske, der am Freitag beim Training auf die Hand gestürzt war, gehörte zum Aufgebot, war aber nicht schmerzfrei und kam nicht zum Einsatz. Und Moritz Krume, gerade von einem Bänderriss genesen, knickte im zweiten Viertel um und zog sich erneut eine Bänderverletzung zu. „Es wird nicht leichter im  Training“, schwant Trainer Ingo Freyer nichts Gutes für die kommenden Wochen. ALBA BERLIN musste auf den an der Kapsel im Sprunggelenk verletzten Leon Radosevic verzichten.

Die tapferen Aufrechten im Hagener Trikot hatten sich dennoch eine Menge vorgenommen. Von Beginn an war die Intensität hoch. Das spürte auch das Publikum, dass die eigene Mannschaft bedingungslos unterstützte. Mit aller Macht stemmten sich die Feuervögel gegen die körperliche Überlegenheit der Albatrosse. Die kamen vorwiegend über ihr starken Guards David Logan und Clifford Hammonds zum Abschluss. Einfaches Pick and Roll unterband die Hagener Verteidigung konsequent. Phoenix war zunächst hoffnungslos beim Rebound unterlegen. Weil die Hagener aber gut aus der Distanz trafen und mit ihrer Aggressivität immer wieder Berliner Ballverluste erzwangen, endete das erste Viertel 20:20.

Mark Dorris brachte Phoenix Hagen dann erstmals in Führung. Phoenix startete furios in den zweiten Abschnitt: Die ENERVIE Arena stand Kopf, als Larry Gordon ein Dreipunktspiel zum 29:20 ausnutzte (15.).Die Feuervögel lieferten einen großen Fight, bei dem man sich allerdings fragte: Kann der dezimierte Kader diesen defensiven Druck tatsächlich über 40 Minuten aufrecht erhalten? In einer emotional geführten Partie kam ALBA BERLIN durch Distanzwürfe von Hammonds und Logan auf, doch David Bell übernahm jetzt das Kommando: Sieben Punkte des Hagener Leitwolfs ließen Phoenix wieder auf 36:26 enteilen. Zur Halbzeit stand es 38:30.

Den direkteren Weg aus der Kabine fand dann ALBA BERLIN. Hammonds und Logan übernahmen nun endgültig und sorgten für einen 9:0-Run. Nach 23 Minuten führte ALBA wieder mit 39:38. Ganz entscheidend: Diese drei Minuten sollten die einzige echte Schwächephase im Hagener Spiel bleiben. Über die gute Defensive kämpfte sich Phoenix auch offensiv wieder besser ins Spiel. Viel lief in dieser Phase über Mark Dorris. Dann eine erste Schlüsselszene: Keith Ramsey erkämpfte an der gegnerischen Grundlinie den Ball, passte raus auf David Bell – und der traf von der Dreierlinie zum 43:41. Das Publikum war wieder da – und die Feuervögel ebenfalls. Henry Dugat markierte per Dunking (seine einzigen beiden Punkte!) das 52:53 kurz vor Ende des dritten Viertels.

Dann der zweite ganz große Moment: Larry Gordon  traf zwei Dreier zum 61:58 und 64:60. Das war der Auftakt eines grandiosen Viertels, in dem LG stolze 19 seine 31 Zähler sammeln sollte! Im Rausch der Emotionen erkämpfte sich Phoenix defensiv Ball um Ball und zog durch Gordon bis auf 69:60 davon. ALBA antwortete aus der Distanz, Logan traf zum 69:66 (38.).  Es blieb eng, doch Larry Gordon hatte eine klare Entscheidung getroffen: Phoenix gewinnt das Ding! Der Hagener Forward holte den Steal und punktete zum 73:69, schmetterte einen unfassbaren Baseline-Dunk zum 75:71 durch die Reuse, gewann einen weiteren Ball und traf zum 77:71. Zwei Freiwürfe von Gordon zum 79:73 sorgten 27 Sekunden vor dem Ende für die endgültige Entscheidung. 31 Punkte und 10 Rebounds wies das Scouting für Gordon aus.

Die ENERVIE Arena feierte anschließend eine große Partie und ein tolles Team. Am schönsten sind doch die Siege, mit denen man nicht gerechnet hat. Und den dankten die Fans ihren Lieblingen dann auch lautstark. Schließlich hatten die Berliner zuletzt zehn Spiele in der Beko BBL gewonnen. Dass ausgerechnet die dezimierten Feuervögel diese Serie mit einem großen Kampf stoppen konnten, kam wahrlich unerwartet. Doch die Feuervögel trafen sicher aus der Distanz (9/16 Würfe), erkämpften sich elf Steals, zwangen ALBA zu 21 Ballverlusten – und hatten mit Larry Gordon den „Man of the Match“ in ihren Reihen!
 

Trainerstimmen:
 

Ingo Freyer: „Wir haben uns heute eine Menge vorgenommen – gerade wegen der ganzen Rückschläge der letzten Wochen. Wir hatten heute viele Spieler nicht dabei. Jeder musste heute mehr verteidigen, noch mehr Intensität geben. Wir konnten die Ausfälle kompensieren, auch wenn uns Nikita Khartchenkov und Dino Gregory sehr gefehlt haben. Moritz ist gut eingesprungen, hat sich aber leider wieder verletzt. Nach dem Berliner 9:0-Lauf zu Beginn des dritten Viertels sind wir dann cool geblieben. Wir haben danach gezeigt, was wir uns vorgenommen haben. Der Dunking von Larry Gordon war dafür exemplarisch. Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis, ALBA BERLIN zu schlagen.“

Sasa Obradovic: „Glückwunsch an Hagen. Es war ein großes Spiel von Hagen. Sie waren sehr aggressiv. Wir hatten heute niemals die Spielkontrolle. Aber wir müssen realistisch bleiben: Wir haben 17 Spiele gewonnen, irgendwann erwischt es dich. Gerade in dieser Atmosphäre kannst du verlieren. Einige Spieler können nicht so gut in so einem Umfeld spielen, das hat man gemerkt. Wenn der Gegner dann einen starken Tag erwischt, kommst du in Probleme. Es war eine sehr gute Lektion für meine jungen Spieler, die das nicht gewohnt sind.   Nochmals Glückwunsch an Hagen, das Team war sehr gut eingestellt. Viele Teams können hier verlieren.“


Phoenix Hagen: Gordon (31/3, 10 Reb.), Bell (22/5), Dorris (12), Wendt (7/1), Kruel (4), Ramsey (3), Dugat (2), Krume.

ALBA BERLIN: Hammonds (24/2), Logan (18/3), Kendall (9, 10 Reb.), Redding (9/1), Vargas (7/1), King (4), Wohlfarth-Bottermann (2), Jagla (2), Stojanovski.

Stationen: 7:8 (5.), 20:20 (10.), 29:22 (15.), 38:30 (20.), 40:41 (25.), 52:53 (30.), 64:60 (35.), 81:75 (40.).

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

 

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