77:88 gegen Ludwigsburg - Zu wenig Intensität

10.02.2014 12:19
BONN. Stark angefangen, gewaltig nachgelassen: Die Telekom Baskets haben die dritte Niederlage innerhalb einer Woche kassiert. Gegen den Playoff-Konkurrenten MHP Riesen Ludwigsburg unterlag der Bonner Basketball-Bundesligist mit 77:88 (22:13, 18:27, 26:25, 11:23).

Fatalisten mögen nach den hauchdünnen Niederlagen gegen Ulm und in Berlin sagen: Immerhin war es nicht knapp - bitter war es allemal, denn damit ist auch der direkte Vergleich an die Gäste gegangen; die Baskets verspielten das Sechs-Punkte-Polster aus dem Hinspiel.

Da Ulm sich Alba Berlin geschlagen geben musste, bleiben die Baskets auf dem sechsten Tabellenplatz. Allerdings richtet sich der Blick inzwischen eher nach unten als auf die vier ersten Plätze, die das Heimrecht in den Playoffs garantieren. Und nächste Woche steht das Auswärtsspiel beim FC Bayern München an.

Zwei Punkte, die man nicht unbedingt ein planen kann. Mit der Leistung von Sonntag schon gar nicht. "Ludwigsburg hat verdient gewonnen", sagte Baskets-Trainer Mathias Fischer. "Wir haben es versucht - aber es ging nicht. Es war das dritte Spiel in acht Tagen, und wir hatten viel investiert. Ich bin froh, dass wir erst am Sonntag wieder spielen."

Die Baskets begannen stark und schlugen die Ludwigsburger mit ihren eigenen Waffen. Die Raser-Truppe wurde vom Baskets-Tempo überrollt. "Darauf waren wir nicht vorbereitet. Mein Fehler", gestand Gäste-Trainer John Patrick ein, "ich dachte, sie würden es nach dem anstrengenden Berlin-Spiel langsamer angehen lassen."

 Weit gefehlt: In einem Tempo, wie man es von den ohnehin das schnelle Spiel bevorzugenden Baskets selten gesehen hat, zogen sie auf 20:6 (7.) davon. Es war klar, dass dies keine spritsparende Spielweise war und sie nicht ewig durchzuhalten sein würde. Aber die Baskets nahmen den Fuß zu früh vom glänzend funktionierenden Gaspedal - und sie bekamen ihn auch nicht mehr drauf.

Jetzt war Ludwigsburg auf der Überholspur. Auf die Frage, was sein Team nach dem ersten Viertel besser gemacht habe als zuvor, antwortete Patrick: "Alles." So kurz wie treffend. Aufgrund früher Foulbelastung der beiden Bonner Center Jamel McLean und Kurt Looby konnten die Gäste die Rebounds kontrollieren und so zehn mehr als die Baskets auf die Anzeige bringen (40:30) - ein Bonner Rückfall in alte Zeiten.

Auch bei der Dreierquote lagen die Vorteile eindeutig auf Ludwigsburger Seite (50%:28%). Daneben sind die kassierten 88 Punkte kein besonders gutes Zeugnis für die Defense. Die Bonner 14-Punkte-Führung schmolz bei derlei Unzulänglichkeiten zusammen. Kurz vor der Halbzeit besorgte und erhöhte Keaton Grant die erste Ludwigsburger Führung (40:36), die Tony Gaffney und McLean mit Freiwürfen zum ausgeglichenen Pausenstand machten (40:40).

Nach einem guten Start ins dritte Viertel mit einem Gaffney-Korbleger, einer runterverteidigten Uhr und einem Veikalas-Dreier pendelte sich die Partie auf knappe Spielstände ein, die Führung wechselte munter die Seiten. Doch es waren schon bald die Baskets, die immer nachziehen mussten. Immer wieder war es Jared Jordan, der sein Team im Spiel hielt.

Im Schlussdurchgang rissen die Gäste die Partie dann endgültig an sich, und es war auch nicht wirklich zu erkennen, dass irgendwer versucht hätte, sie doch noch einmal an sich zu zerren. Als die Stehtribüne sang "Wir woll'n Euch kämpfen seh'n", hatten die anderen drei Tribünen die Unterstützung bereits mehrheitlich eingestellt. Mit einem Huff-Dreier in der 35. Minute zum 77:70 war dann auch der direkte Vergleich verloren, die Gäste ließen sich den Vorsprung nicht mehr nehmen.
Statistik

Telekom Baskets: McCray 1 Punkt, Looby 4, Veikalas 19/2 Dreier, Brooks 7/1 Dreier, Mangold, Jordan 17/ 3, Koch, Gaffney 17/2, Wachalski, McLean 12.
Ludwigsburg: Huff 21/4, Grant 13, Waleskowski 9, Harris 2, Flomo 6, Stojic1, Stockton 17/2, Karl 11/1, Tomaszek , McGhee 8.

Trefferquote: Bonn 39% (24/62), Ludwigsburg 53%; Dreierquote: Bonn 28% (8/29), Ludwigsburg 50% (9/18); Freiwurfquote: Bonn 78% (21/27), Ludwigsburg 65% (17/27); Rebounds: Bonn 30 (Bester McLean 6), Ludwigsburg 40 (Bester: Stockton 8); Assists: Bonn 18 (Bester: Jordan 11), Ludwigsburg 16 (Bester: Karl 6); Ballgewinne: Bonn 5, Ludwigsburg 2; Ballverluste: Bonn 13, Ludwigsburg 16; Fouls: Bonn 25, Ludwigsburg 27 (McGhee 5).

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Artikel vom 09.02.2014
 


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